Künstliche Intelligenz hält zunehmend Einzug in den Praxisalltag: Diktierfunktionen, automatische Textoptimierung, KI-gestützte Zusammenfassung von Dokumenten. Auch LATIDO setzt auf solche Funktionen – die entscheidende Frage ist allerdings nicht, ob eine Praxis KI nutzt, sondern wie sie es tut.
Die Versprechen sind verlockend: weniger Verwaltungsaufwand, mehr Zeit für Patient:innen. Doch bei all dem Fortschritt gibt es eine Frage, die vor jeder anderen beantwortet werden muss: Was passiert eigentlich mit den Daten?
Patientendaten sind keine gewöhnlichen Daten
Gesundheitsdaten zählen zu den sensibelsten Informationen, die es gibt. Eine Diagnose, ein Therapieverlauf, ein psychiatrischer Befund – all das sagt mehr über einen Menschen aus als fast jede andere Datenkategorie. Genau deshalb unterliegen Gesundheitsdaten in Österreich und der EU besonders strengen rechtlichen Vorgaben, von der DSGVO bis zu berufsrechtlichen Verschwiegenheitspflichten für Ärzt:innen.
Wenn eine KI-Funktion ein Diktat mitschreibt oder einen Entlassungsbrief zusammenfasst, verarbeitet sie genau diese Daten. Die entscheidende Frage lautet daher nicht, ob eine KI-Funktion praktisch ist, sondern: Wo landen die Daten, wer hat Zugriff darauf, und auf welcher Grundlage werden sie verarbeitet?
Wo viele KI-Lösungen an ihre Grenzen stoßen
Viele KI-Funktionen in Praxissoftware basieren auf Schnittstellen zu großen, oft außereuropäischen Anbietern. Das bedeutet in der Praxis: Patientendaten verlassen die eigene Infrastruktur, durchlaufen fremde Server und unterliegen mitunter Rechtsordnungen außerhalb der EU. Selbst wenn vertraglich Datenschutz zugesichert wird, bleibt eine Abhängigkeit von Dritten, über deren tatsächliche Verarbeitungspraxis die man als Praxis kaum Kontrolle hat.
Für Ärzt:innen, die ohnehin schon in der Pflicht stehen, Patientendaten sorgfältig zu behandeln, ist das ein Risiko, das schwer abzuschätzen ist und im Zweifel auch schwer zu rechtfertigen ist, falls einmal nachgefragt wird, wohin die Daten tatsächlich fließen. Hinzu kommt ein praktisches Problem: Externe Anbieter sind meist als separate Anwendung angebunden, mit eigenem Login, eigener Oberfläche und einem Wechsel aus dem gewohnten Praxisablauf heraus. Das kostet zusätzliche Zeit, die die KI-Funktion eigentlich einsparen sollte.
Der Ansatz von LATIDO: Selbst entwickelt, statt zugekauft
Datenschutz sollte keine abstrakte Compliance-Übung sein, die irgendwo im Kleingedruckten steht. Er sollte sich in konkreten, überprüfbaren Fakten zeigen: Wo stehen die Server? Wer hat Zugriff? Welche Daten werden wie lange gespeichert? Diese Fragen sollten Ärzt:innen jederzeit stellen können und eine klare Antwort erhalten.
Bei LATIDO haben wir uns daher bewusst dagegen entschieden, KI-Funktionen einfach über externe Anbieter einzukaufen und in die Software einzubetten. Stattdessen entwickeln wir, wo es möglich ist, unsere KI-Funktionen – Diktierfunktion, Textoptimierung, KI Scribe, Dokumentenzusammenfassung – selbst.
Das hat einen konkreten Grund: Nur wenn man die eigene KI-Infrastruktur selbst kontrolliert, kann man auch verlässlich zusichern, was mit den Daten passiert. Bei LATIDO bedeutet das:
- Die Verarbeitung erfolgt ausschließlich auf Servern in Deutschland und Österreich.
- Es gibt keine Weitergabe an außereuropäische Drittanbieter.
- Die Datenverarbeitung bleibt innerhalb eines Systems, das wir selbst entwickelt haben und dessen Funktionsweise wir vollständig nachvollziehen können.
Das ist kein Marketingversprechen, sondern eine bewusste technische und unternehmerische Entscheidung. Sie kostet mehr Aufwand als die Integration einer fertigen Drittanbieter-API. Aber sie ist die einzige Grundlage, auf der wir Ärzt:innen ehrlich sagen können, wo ihre Patientendaten verarbeitet werden. Und sie ist der Grund, warum sich die Nutzung im Alltag wie ein selbstverständlicher Teil von LATIDO anfühlt.
Fazit
KI kann den Praxissalltag spürbar erleichtern – aber nur, wenn Datenschutz von Anfang an mitgedacht wird, nicht nachträglich ergänzt wird. Bei LATIDO steht deshalb an erster Stelle: Patientendaten bleiben in einem System, das wir selbst entwickeln und dessen Verarbeitung ausschließlich in Deutschland und Österreich stattfindet. Gleichzeitig fügen sich diese Funktionen nahtlos in die gewohnten Arbeitsprozesse Ihrer Praxis ein, statt eine zusätzliche, externe Anwendung neben LATIDO zu erfordern.
Mehr zu unseren KI-Funktionen, die schon bei über 500 Praxen im Einsatz sind, lesen Sie hier: LATIDO Help Center – KI-Funktionen
Haben Sie noch Fragen oder wollen Sie sich beraten lassen?
Falls Sie Fragen zu unserer Software oder speziellen Funktionen von LATIDO haben, können Sie uns gerne kontaktieren oder einfach online einen Beratungstermin vereinbaren. Bei Interesse bieten wir Ihnen einen kostenlosen Termin zur Vorstellung und Beratung an. Falls Sie bereits Kund:in sind, helfen wir Ihnen gerne im Rahmen eines Optimierungsgesprächs, unsere Software noch besser im Alltag einzusetzen. Wir freuen uns über Ihre Kontaktaufnahme.
